Komm, hol das Lasso raus

So richtig gerne erzählt man das nicht, aber Rumo fallen sehr viele Gründe ein, sich gelegentlich etwas zu weit von uns zu entfernen und eben auch nicht zuverlässig auf Pfiff zurückzukommen.

Die meisten dieser Gründe haben mit dem betörenden Geruch von anderen Hunden zu tun und von denen trifft man beim Spaziergang im Leipziger Grün zu jeder Zeit welche.

Das kann dann also folgendermaßen ablaufen: Der Schokofrosch hüpft frei herum und ist lieb und brav. Ich bin angespannt und nervös, scanne den Horizont ab, zucke bei Geräuschen zusammen, fahre mit dem Kopf herum und kneife die Augen zusammen. Dann. Kommt. Ein. Hund. Die Pfeife schnellt in meinen Mund ich beiße fast drauf. Der Pfiff ertönt, zu laut, zu hektisch, zu alles. Dabei am liebsten einen Hechtsprung auf den Wolpertinger zu, der eigentlich vorher entspannt war und jetzt auf folgende Gedanken kommt: „Komm, hol das Lasso raus“ weiterlesen

Bahnchef

Ich bin überzeugte Zugfahrerin. Das liegt nicht nur daran, dass wir kein eigenes Auto haben, sondern ich finde es einfach praktisch und – ja – komfortabel. Man kann während der Fahrt lesen, dösen, schlafen oder aus dem Fenster schauen, ohne dass man selbst etwas zum Gelingen der Fahrt beitragen muss und ohne sich konzentrieren zu müssen. Außerdem kommt man im Schnitt wesentlich pünktlicher an. Während sich bei einer halbstündigen Zugverspätung bereits 50% der Passagiere lautstark über die ‚Bundesbahn‘ aufregen, werden beim Autofahren Standardabweichungen von bis zu einer Stunde auf längeren Fahrten gar nicht erst kommentiert.

Deshalb stand bereits vor Rumos Einzug fest, dass wir, wenn möglich, auch mit ihm Zugfahren wollen und wir tun das tatsächlich in regelmäßigen Abständen. Das bewegt mich dazu, mal ein paar Zeilen zum allgemeinen Prozedere zu schreiben und Erfahrungen festzuhalten. „Bahnchef“ weiterlesen

Muss der viel raus?

Fast jeder Hundebesitzer hat sie schon einmal gehört, diese berühmte Frage. Und wenn es um die Anschaffung eines Labradors geht, liest und hört man in Verbindung mit ihr auch gerne noch so etwas wie:

Wir möchten einen Arbeitslinien-Labrador, einen großen und schlanken.“ „Die dicken Gemütlichen heißen ‚Showlinie‘, die brauchen nicht so viel Bewegung.“

Weil das in dieser Form ein ziemlicher Blödsinn ist und als eine kleine Einstiegshilfe für Hundeinteressenten, will ich heute einmal versuchen, ein wenig erste Ordnung in das Begriffswirrwarr zu bringen. „Muss der viel raus?“ weiterlesen