Komm, hol das Lasso raus

So richtig gerne erzählt man das nicht, aber Rumo fallen sehr viele Gründe ein, sich gelegentlich etwas zu weit von uns zu entfernen und eben auch nicht zuverlässig auf Pfiff zurückzukommen.

Die meisten dieser Gründe haben mit dem betörenden Geruch von anderen Hunden zu tun und von denen trifft man beim Spaziergang im Leipziger Grün zu jeder Zeit welche.

Das kann dann also folgendermaßen ablaufen: Der Schokofrosch hüpft frei herum und ist lieb und brav. Ich bin angespannt und nervös, scanne den Horizont ab, zucke bei Geräuschen zusammen, fahre mit dem Kopf herum und kneife die Augen zusammen. Dann. Kommt. Ein. Hund. Die Pfeife schnellt in meinen Mund ich beiße fast drauf. Der Pfiff ertönt, zu laut, zu hektisch, zu alles. Dabei am liebsten einen Hechtsprung auf den Wolpertinger zu, der eigentlich vorher entspannt war und jetzt auf folgende Gedanken kommt: „Komm, hol das Lasso raus“ weiterlesen

Der Komödie einziger Teil

Werd‘ ich zum Augenblicke sagen:

Verweile doch! Du bist so schön!

(Faust, Der Tragödie erster Teil)

Was warten wir manchmal auf diesen Moment. Den Moment, in dem wir den Schokofrosch anschauen und denken: So. Fertig. Erzogen. Jetzt kann er es. So soll es sein, so kann es bleiben.

Dann laufen wir mit unserem freudig tänzelnden Labrador über eine Wiese, in nicht allzu weiter Entfernung fünf spielende Hunde und 13 Rehe. Rumo bleibt natürlich bei uns. Hätte er eine Leine um, würde er nicht daran ziehen. Die Sonne scheint, wir sprechen in Knittelversen. „Der Komödie einziger Teil“ weiterlesen