DIY-Futterbar

Rumo verbringt den Großteil seines Lebens mit der Nase auf dem Boden. Wenn man ihn in Ruhe lässt, schnüffelt er, falls er nicht gerade markiert. Ich hatte noch nie den Eindruck, dass ihm diese Haltung irgendwie schadet oder seine Nackenmuskulatur übermäßig beansprucht.

spurenlesen
Ich kann Spurenlesen!

Außerdem habe ich noch nie bemerkt, dass er beim Fressen vom Boden oder von etwas Erhöhtem mehr oder weniger schlingt, das Futter besser verdaut, danach besser schläft oder glücklicher guckt. Ich habe also überhaupt keine Meinung zum Thema Lieber erhöht oder bodengleich fressen lassen?. Unsere selbstgebastelte Futterbar wollte ich aus einem vollkommen anderen Grund.

Es gibt bestimmt Hunde (und ich kenne sogar einen!), die sich ihre einzelnen Futterbrocken genüsslich aus dem Napf holen, wohlgesittet ein wenig darauf herumkauen, um sie dann zufrieden zu schlucken und das nächste Bröckchen zu genießen.

Rumo ist da anders. Rumo bläst zum Angriff, richtet in Sekundenschnelle ein Massaker in der Schüssel an, drückt die dicke braune Schnauze ohne Rücksicht auf Kollateralschäden hinein, leckt dann mit halbvollem Maul den Rand der Schüssel ab und treibt die zur Seite geflogenen Futterbrocken zusammen. Nach wenigen Augenblicken ist die Schlacht geschlagen und alles ist dreckig. Wenn dann noch mit begeistertem Platschen der halbe Labradorkopf in die Wasserschüssel getaucht wird und während des Trinkprozesses gelegentlich mal ein guter Schluck neben die Schüssel läuft, kommt man so für sich auf die Idee, dass man gerne eine Futterbar hätte, unter der man unkompliziert wischen und saugen kann.

Also habe ich Google angeworfen und habe den Wunsch angesichts der hohen Preise von hohen Futterbars schon fast wieder auf irgendwann verschoben. Außerdem wollte ich unsere neue Bar am liebsten ganz ohne Füße haben. Nach der Erkenntnis, dass Regale keine Füße haben, sind wir dann auf die Selbstmach-Idee verfallen und heraus kam das hier:

futterbar-1
Dieses Bild wurde in Abwesenheit des Labbies gemacht.
futterbar-2
Dieses Bild wurde in Anwesenheit des Labbies gemacht.

Man suche sich einen stabilen Regalboden und zwei Regalstützen. Wir haben dieses hier von Ikea genommen, würden aber im Nachhinein ein stabileres Brett nehmen. Dann heißt es Löcher hineinsägen, die so groß sind, dass man die gewünschten Schüsseln hineinhängen kann. Die Sägekanten haben wir noch mit Silikon beschmiert, weil dann die Schüsseln besseren Grip haben und Wasser nicht in das Brett eindringt. Man kann sich entweder einen Regalboden in der Wunschfarbe kaufen, oder das Brett zum Beispiel mit Folie für Küchenfronten, die es im Baumarkt gibt, ummanteln. Die Oberfläche sollte gut abwischbar sein. Unserer Futterbar sieht man unsere Trial-and-Error-Technik eindeutig an, aber wir lassen das jetzt so und sind glücklich damit.

Und soweit ich das beurteilen kann, ist Rumo auch glücklich damit, er frisst nämlich immer noch gerne.

2 Kommentare zu „DIY-Futterbar

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