Wesenstest

19.11.2016

Und gleich der erste Eintrag unter ‚Arbeit‘ hat eigentlich gar nichts mit Arbeit, sondern mit ganz viel Spaß zu tun. Aber zumindest geht es um Retriever, denn wir waren Ende November 2016 mit Rumo in Sachen ‚Wesen eines Labradors‘ unterwegs. Rumo hatte einen riesigen Spaß beim Wesenstest des DRC. Er begrüßte alle Umstehenden, klaute sich noch vor Beginn des Tests einen Handschuh aus der Jackentasche einer Teilnehmerin (klassischer Moment: „DAS hat er noch nie gemacht!“ ) und zog damit wild hüpfend seine Kreise um alle Beteiligten. Dann hat er mir den Handschuh in die Hand apportiert. Aber auch die planmäßig geworfenen Gegenstände fand er erstmal viel zu cool, um sie gleich wieder rauszurücken, da mussten dann auch immer ein paar Runden gedreht werden. Naja, aber er hatte einen Mordspaß, wir haben viel gelacht und die Richterin und zwei Züchter, die da waren, fanden ihn klasse, das hört man ja unheimlich gerne. Schließlich wissen wir ja, dass er der weltbeste Blödmann ist. Der Schokofrosch hat einen sehr schönen Bericht bekommen, in dem wir ihn total wiederfinden.

„Der 14 Monate alte Labrador Retriever Rüde geht heute sehr temperamentvoll durch die Testsituationen. Begeistert spielt der Rüde und zeigt sehr ausgeprägte Bewegungsfreude. Mit hoher Ausdauer verfolgt er Ziele, er ist sehr aufmerksam und unerschrocken. Das Beute- und Trageverhalten ist stark ausgeprägt, sehr verspielt trägt er die Beute eine Zeit für sich und trägt sie dann auch zu. Spürverhalten wird vor allem im Parcours sichtbar. Er hat eine vertrauensvolle Bindung und gute Unterordnungsbereitschaft. Auf Menschen geht er fröhlich zu und nimmt interessiert Kontakt auf, die einengenden Situationen belasten ihn nicht im geringsten. Der Rüde ist schussfest. Die optischen und akustischen Reize schaut er sich zum Teil selbstständig an, z.T. ist er auch uninteressiert/sicher, da er durch andere Dinge abgelenkt ist. Ein fröhlicher, aktiver Rüde mit hohem Beutetrieb, der sich heute von allem unbeeindruckt zeigt.“

Tja, er zeigte sich auch von eigentlich bestehenden Verboten unbeeindruckt. Aber das spielt ja beim Wesenstest keine Rolle und man soll ja auch keinen Einfluss nehmen. Ich habe auch das Gefühl, dass man gemerkt hat, dass er gerade aus einer Phase mit etwas zu wenig Auslastung kam. Aber das ändert sich ja jetzt wieder.

Ich fand auch den Wesenstest an sich total interessant und lustig, weil man so viele verschiedene Hunde und deren Verhalten gesehen hat. Zum Beispiel zwei Toller, die total anders waren als Labbies oder Goldens aber auch untereinander sehr unterschiedlich. Ich finde, das sind so ein bisschen die Border Collies unter den Retrievern. Und zwei braune Labbiemädels, Vollgeschwister und beide beim Züchter geblieben und von ihm geführt, die es mir total angetan haben. So süß und mit Feuereifer bei der Arbeit. Wir haben viel mitnehmen können und die Richterin hat sich richtig Zeit für uns genommen und auch während des Tests viel erklärt. Rundum also ein gelungener Tag!

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Juhu! Ich bin ein Wesen!

Wir finden es aber nicht nur lustig, sondern auch sinnvoll, so einen Wesenstest zu machen, weil so der Überblick darüber behalten wird, ob Labrador Retriever sich immer noch wie Labrador Retriever verhalten und keine Eigenschaften dieser tollen Rasse verloren gehen. Hier gibt es dazu noch mehr Senf.

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